Alpenverein Burghausen

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Jugendsektionsfahrt 2016 Wilder Kaiser

 

An einem schönen Sonntagmorgen im August startete eine motivierte Gruppe bestehend aus 3 Jungen und 4 Mädchen in das 5-tägige Jugendsektionscamp am Wilden Kaiser. Mit dabei waren als Jugendleiter: Simon Pedron, Theresa Kautnick und Juliane Anders. Als der Proviant für 5 Tage verstaut war (Ziel war eine Selbstversorgerhütte) ging es bei schönstem Wetter los auf die Ackerlhütte (1455m). Der Aufstieg war zwar nicht lang aber mit vollbepackten Rucksäcken trotzdem sehr anstrengend. Oben angekommen wurde den restlichen Tag im Sonnenschein entspannt. Nach dem leckeren Abendessen (Ofenkartoffeln mit Kräuterquark) wurde der Abend mit Spielen (wie Werwolf oder verschiedensten Kartenspielen) verbracht.

Am nächsten Tag machte sich die Gruppe nach einem reichhaltigen Frühstück auf zu einem wunderschönen Klettersteig (Klamml Klettersteig, Schwierigkeit: B/C/D). Nachdem dieser erfolgreich erklommen wurde, folgte der nächste, etwas einfachere mit dem Namen Jubiläumssteig (Schwierigkeit A). Als auch danach noch etwas Zeit war, machte sich eine kleine Gruppe bestehend aus 3 Kindern mit Simon auf den Weg zum Hinteren Goinger Halt (2192m). Der Aufstieg über das Ellmauer Tor wurde mit einem atemberaubenden Ausblick über das Steinerne Meer belohnt. Der Abstieg führte über ein Geröllfeld, wo eine sehr lustige ``Abfahrt`` stattfand. Als die Vier zur Hütte zurückkehrten, waren die restlichen Gruppenmitglieder gerade mit Kartenspielen beschäftigt. Da aber alle großen Hunger hatten, wurde bald mit dem Kochen begonnen. Da alle mithalfen ging das sehr schnell und kurz darauf saßen die Bergsteiger vor Bergen leckerer Nudeln mit Gemüse-Tomatensoße.

Am dritten Tag war schon um halb 6 Uhr Aufbruchstimmung in der Ackerlhütte. Da für den Nachmittag Regen angesagt war, machten sich die Jugendlichen schon sehr früh auf den Weg zur Ackerlspitze (2329m) und Maukspitze (2231m). Die geplante Wanderung fiel leider (wortwörtlich) ins Wasser und die Gruppe musste auf halbem Weg umkehren. Der angebrochene Tag wurde dann in der Hütte verbracht. Es wurde im Lager herumgelegen und Karten und Monopoly gespielt. Nach dem hervorragenden Abendessen (Gemüsereis) wurde noch Tischgebouldert, was am nächsten Tag mit blauen Flecken belohnt wurde.

Der vierte Tag wurde sehr gemütlich mit langem Ausschlafen begonnen. Nach dem Frühstück wurde die Zeit mit Kartenspielen, Ratschen, Zeitschriften lesen, die auf der Hütte vorhanden waren und ähnlichem verbracht. Als es zu Regnen aufhörte, machte sich die Gruppe auf den Weg zum Schleierwasserfall. Ein etwas abenteuerlicher aber sehr schöner Weg über mehrere Flüsse hinweg, die sich wegen des vielen Regens der letzten Tage bildeten, und durch einen mystischen Wald gings zu dem beeindruckenden Wasserfall. Wieder an der Hütte angekommen, machte sich eine 3-köpfige Gruppe auf um sich zu vergewissern, ob die nahegelegene Alm geschlossen hat oder ob man vielleicht Brot und Milch erstehen kann. Dies war nicht der Fall. Die Hütte war wegen des schlechten Wetters nicht geöffnet. Kurz nachdem die drei zur Hütte zurückkehrten, bekam die Gruppe Besuch von zwei Wanderern, die auf der Suche nach einem Nachtlager waren. Da die Ackerlhütte eine öffentliche Hütte ist, wurden die beiden jungen Männer natürlich herzlich aufgenommen. Nach dem Abendessen (Polenta) wurde noch zusammen mit dem beiden Neuankömmlingen Tischgebouldert (was den blauen Flecken wirklich nicht gut tat). Der restliche Abend wurde bis spät in die Nacht hinein mit Rätsel lösen uns Spielen verbracht.

Wegen des schlechten Wetters war für den letzten Tag nur noch der Abstieg geplant. Nach dem Ausschlafen und Frühstücken wurde zusammengepackt, die Hütte geputzt und dann gings bergabwärts. Da die Rücksäcke nun um einiges leichter waren als beim Aufstieg, kam die Gruppe relativ schnell beim den Autos an. Nachdem wieder alles verstaut war, wurde die nächste Bäckerei angesteuert. Nach einem kurzen zweiten Frühstück gings wieder zurück nach Burghausen. Dort angekommen wurde in der Kletterhalle noch geklettert und gebouldert und so gingen fünf erlebnisreiche Bergtage zu Ende, auch wenn das Wetter nicht das allerbeste war, hat es trotzdem riesen Spaß gemacht in Ackerlhütthausen.

Ein Großer Dank geht an die Jugendleiter Simon, Theresa und Juliane.

Die besten Grüße an alle Mitglieder der Rainbowfamilie.

Bericht von Janina März

Fotos von Simon Pedron