Alpenverein Burghausen

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2015 - Alpinejugendhoch4

Südtirol, Schweiz, Österreich, Deutschland.... und Rumänien, unsere Konstellation bei Alpinejugendhochvier. 4 (+1) Länder, jeweils 4 Jugendleiter, 4 Disziplinen, das ist das Prinzip. Unsere Diszipin, mein Steckenpferd, Alpinklettern. Das Ziel: Austausch zwischen den Bergkulturen, Kontakte Knüpfen für weiteren Austausch zwischen den Jugendgruppen der Teilnehmer und natürlich jede Menge Spaß. So kamen 14 Teilnehmer, so viel zur Mathematik beim Alpenverein, ins Bergheim Landro. Mit seiner Lage mitten in den Dolomiten und einem Blick direkt auf die Drei Zinnen, hat sich der AVS bei seiner Einladung wirklich nicht Lumpen lassen. Begonnen wurde ganz nach Jugendleitermanier mit Kennenlernspielen, und bei leicht ärgerlichen Wetter im Klettergarten mit einem Ausbildungstag. Hier machte ich meinen ersten Kontakt mit der besonderen Klettertechnik der Dolomiten, dem Himmel der Alpinkletterer. Bohrhaken, hier Spit genannt, sind verpöhnt, der Fels wird dadurch viel intensiver erlebt.

Nach ersten Erfolgen machten wir uns am zweiten Tourentag alle auf zur kleinen Zinne, jedoch von unterschiedlichen Seiten. Und so kam es, dass kurz nach Mittag tatsächlich alle nach und nach aus ihrer Tour kamen, und letztendlich alle 14 Teilnehmer, 4 Bergführer und das Kamerateam gemeinsam auf dem Gipfel der Cima Piccola saßen. Im weiteren Verlauf bekamen wir eine Führung über den Nationalpark und machten eine Tour durch die Stollen des Ersten Weltkriegs mit einem lokalen Historiker. Für die letzten Touren stießen die Jungen Alpinisten zu uns, die so etwas wie unser Expedkader sind. Von ihnen konnte man noch viel über die regionalen Kletterethiken und Standards lernen. Um dieses Thema drehte sich auch alles bei dem Südtiroler Bergsteigertreffen. Dies fand zufälligerweise ebenfalls in Landro statt, und wir hatten das große Glück dort mitmachen zu können. Vorträge von Kletterlegenden, spanndende Geschichten und eine gesellige Rund wahren ein fantastischer Abschluss einer legendären Woche mit super Leuten, die Teilweise sehr viel Blödsinn im Kopf hatten, tagsüber wie nachts. Fortsetzungen dieser Konstellation sind in Planung, wobei Mitglieder der gesamten Jugend herzlich eingeladen sind mitzumachen. An dieser Stelle möchte ich mich noch bei meinem Verein Bedanken, der mich dieses Jahr bei meinen Einstieg in die internationale Alpinistenszene unterstützt hat und voll hinter mir stand, sowie bei Materialengpässen und Logistikproblemen ausgeholfen haben.

Bericht und Bilder von Mathes Petri