Alpenverein Burghausen

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Jungmannschaft Winter

 

Wie die Jungmannschaft durch den Winter kommt...

Ende Januar, und immernoch kein gscheider Winter in Sicht. Die Ski warten noch im Keller auf bessere Bedingungen, aber bei dem Topwetter ist daheimbleiben keine Option... Deshalb startet ein vollbewaffneter und beladener DAV-Bus Richtung Kampenwand, die Überschreitung ist das Ziel. Im Sommer leider heillos überlaufen, im Winter unverspurt. Hat wohl sonst keiner aufm Schirm... Unser Glück. Selbiges Gefühl kommt nach superschöner Kletterei bis zum 4ten Grad (bis auf eine Stelle) am Gipfel auf. Die ehemalige Dreiergruppe names „Jungmannschaft“ ist mittlerweile zu einer neuköpfigen, homogenen Gruppe großgewachsen!

   
   

 

 

Mittlerweile ists Ende Februar und der Winter hat langsam Einzug gehalten. Heute auf dem Plan steht die Hörndlwand, ein kleines Paradies für alle Bergsteiger. Im Sommer bietet die kühle, steile Nordwand des mächtigen Zapfens den Fingern der Kletterer einen wahren Genuss, und im Winter bietet die Osterwiesn eine schöne Abfahrt für Tourengeher. Über diese schwingen wir heute vergnügt ins Tal

 

   
 

 

Mitte März ist endlich das heißbegehrte Weiß in größeren Mengen vorhergesagt... Also schnell rein ins Auto, und ab Richtung Ramsau. Weil noch keiner von uns auf den Hochalmen war, soll dies uns heute als Ziel dienen. Am Parkplatz dann jedoch die große Ernüchterung, fröhlich plätschert unser erhofftes Weiß in der Ramsauer Ache dahin. Dazu noch frühlingsgefühle-erweckendes Vogelgezwischer... Was solls, weiter oben werd scho bissl was gehen. Also Ski an Rucksack und hoch die Landstraße. Eine halbe Stunde später kam der erste Schnee, und nochmal eine halbe Stunde später und wir stehen im Schneegestöber! Die Hoffnung auf paar coole Schwünge steigt mit der Schneemenge, und so kommts dass wir uns bald mutterseelenallein (wer sonst macht solche Sachen?) auf freien Hängen in der Winterwunderlandschaft nach oben bewegen. Dass wir heute alles richtig gemacht haben, merken wir spätestens bei den ersten Schwüngen durch den frischen, lockeren Pulverschnee. Da macht sogar des hinfallen Spaß, wie unsere geliebte Jugendreferentin festellen durfte. Nach schier endlosen, freien Hängen voll Vergnügen, gings zurück ins Unterholz, wo wir herkommen. Als wir kurze Zeit später wieder unsere Ski auf den Rucksack spannen, und begleitet von Vögelgezwitscher Richtung Auto gehen, hätte uns wohl jeder den Vogel gezeigt, wäre uns jemand begegnet...

                                                                                                                                  

Bericht von Thomas März